‹v@‰¿ Sound To Sight: Vom Labor auf die Wertungsprüfung: Opel Motorsport Sound To Sight: Vom Labor auf die Wertungsprüfung - Opel Motorsport

Sound To Sight: Vom Labor auf die Wertungsprüfung

Die französischen Spezialisten von „Sound To Sight“ unterstützten die Opel-Ingenieure bei der anspruchsvollen Entwicklung des Soundsystems für den neuen Corsa-e Rally.

Theorie und Praxis: Die am Computer entstandenen Soundmodelle wurden zunächst auf dem Prüfstand getestet

Die Entwicklung eines geeigneten Soundsystems zählte zu den anspruchsvollsten Elementen in der Entstehung des ersten elektrischen Rallye-Markenpokal-Fahrzeugs der Welt. In erster Linie waren es Sicherheitsvorgaben seitens der deutschen Motorsport-Förderation DMSB (Deutscher Motor Sport Bund), aber auch seitens Opel, welche die Implementierung ein solchen Soundsystems in das Konzept des Corsa-e Rally zur Bedingung machten. Denn auf einer Rallye-Wertungsprüfung muss ein Wettbewerbsfahrzeug von Sicherheitspersonal und Zuschauern nicht nur gesehen, sondern auch rechtzeitig vorher gehört werden.

Neben der Auswahl der richtigen Hardware (Steuergerät, Verstärker und Lautsprecher mussten den besonderen Anforderungen im Rallye-Betrieb genügen, siehe auch HIER) war das Erarbeiten einer geeigneten Software ein weiterer Kernpunkt der Entwicklung. Um ein dynamisches Klangbild zu erzeugen, ist eine Kommunikation zwischen Fahrzeug und Steuergerät erforderlich. Simpel ausgedrückt: Der Sound des Corsa-e Rally soll die aktuell anliegende Drehzahl des Elektromotors abbilden.

Weil auch für diesen Bereich des ehrgeizigen Projekts keinerlei Erfahrungswerte vorlagen, entschieden sich die Ingenieure von Opel Motorsport, bei der Entwicklung dieses komplexen Systems mit echten Soundspezialisten zusammenzuarbeiten – in diesem Fall mit „Sound To Sight“ aus der französischen Motorsport-Metropole Le Mans. Das erst 2013 gegründete Unternehmen erarbeitete sich in den letzten Jahren einen exzellenten Ruf als Zulieferer und Entwicklungspartner für verschiedene Global Player im Mobilitätsbereich – darunter die Stellantis Group, zu der auch die Opel Automobile GmbH zählt. Eine Spezialität von Sound To Sight ist das so genannte AVAS (Accoustic Vehicle Alerting System), das auch bei Serienfahrzeugen zum Einsatz kommt und Fußgänger vor dem Nahen eines Elektroautos warnt.

Allerdings musste AVAS für Rennsport-Zwecke adaptiert werden, weil es im Straßenverkehr nur in einem Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 30 km/h arbeitet. Als Basisgeräusch für den Corsa-e Rally wählten die französischen Soundspezialisten das Motorgeräusch des damaligen Opel Kadett GT/E (Modellreihe C) und kombinierten es im Soundlabor in Le Mans mit einem synthetisch erzeugten Bassgeräusch. Daraus entwickelten sie ein Standgeräusch (idle sound), das im Rallyeauto vom Steuergerät an die Drehzahl gekoppelt und via Verstärker an die vier 400-Watt-Lautsprecher geleitet wird.

Um das am Computer erzeugte Geräusch im Fahrzeug überprüfen und gegebenenfalls anpassen zu können, fanden die Praxisversuche in einem dynamischen Prüfstand des Opel-Zulieferers Segula statt, bevor im Fahrbetrieb das letzte Feintuning über die Bühne ging. „Unser Ziel war es, die großartige Historie von Opel mit der Zukunft der Marke zu vermischen und einen Sound zu kreieren, der dieser Kombination aus Nostalgie und Weitblick gerecht wird“, sagt Florestan Gutierrez, Art Director und Mitbegründer von Sound To Sight. 

Die deutschen Rallye-Fans können sich beim Auftakt des ADAC Opel e-Rally Cup am 11./12. Juni im Rahmen der ADAC Rallye Stemweder Berg erstmals optisch wie akustisch von der Performance des Opel Corsa-e Rally überzeugen.

 

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