Unfälle kosten das ADAC Opel Rallye Junior Team wertvolle Punkte

Grégoire Munster und Elias Lundberg gehen bei der Rallye Liepāja in Lettland leer aus. Beide Opel-Junioren können jeweils nach Fahrfehlern ihr Potenzial nicht umsetzen.

Lundberg/Arhusiander: Am zweiten Tag demonstrierten die Schweden im reparierten ADAM R2 ihr Potenzial

Das ADAC Opel Rallye Junior Team hat beim dritten Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft (FIA ERC3 Junior Championship) eine Enttäuschung hinnehmen müssen. Die Opel-Junioren Grégoire Munster (20, Luxemburg) und Elias Lundberg (21, Schweden) verpassten bei dem Schotterspektakel rund um die lettische Hafenstadt Liepāja durch Unfälle die Punkteränge und büßten dadurch in der Gesamtwertung Boden ein.

Dabei war vor allem der bekennende Schotter-Liebhaber Elias Lundberg zuversichtlich ins Baltikum gereist. Doch nach ermutigend verlaufenem Training machte ein Überschlag bereits in der ersten Wertungsprüfung alle Hoffnungen des jungen Schweden zunichte. Zwar gelang es den Mechanikern des ADAC Opel Rallye Junior Teams, den stark beschädigten ADAM R2 bis zum Start der zweiten Etappe wieder instand zu setzen, ein gutes Ergebnis war angesichts von 35 Minuten Rückstand (je sieben pro nicht beendeter Wertungsprüfung) jedoch illusorisch.

Am zweiten Tag demonstrierte der Champion des ADAC Opel Rallye Cups 2018 mit repariertem Auto dann mit guten Zeiten, was bei einem „normalen“ Rallye-Verlauf möglich gewesen wäre. „Natürlich ärgere ich mich sehr über das Missgeschick schon in WP1“, gestand Lundberg. „Herzlichen Dank an meine fleißigen Mechaniker, die in einer Nachtschicht unseren Restart ermöglicht haben. Immerhin konnten wir am Sonntagnachmittag zeigen, dass wir vom Tempo her hätten mithalten können.“ Der elfte Rang spiegelte diesen Umstand nicht im Ansatz wider.

Ihre Teamkollegen Grégoire Munster und Louis Louka, die ebenfalls beide zum ersten Mal bei der Rallye Liepāja am Start standen, beendeten den ersten Tag auf dem achten Rang. Beim Versuch, sich tags darauf im Klassement weiter nach vorne zu arbeiten, touchierte Munster in WP8 leicht einen Holzpfahl, worauf wenige Meter später die rechte Antriebswelle brach. „Ein Jammer“, bedauerte der Sohn der belgischen Rallye-Legende Bernard Munster. „Unser Ziel war es, das Ziel zu erreichen und so viel Schotter-Erfahrung wie möglich zu sammeln. Das ist uns leider nicht oder nur zum Teil gelungen. Positiv ist, dass wir auf diesen superschnellen Schotter-Pisten sehr viel Spaß hatten und unser Tempo im Verlauf der Rallye deutlich steigern konnten.“

Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott nahm seine Junioren in Schutz: „Dass bei dieser Rallye der kleinste Fehler drastische Auswirkungen haben kann, wissen wir aus den letzten Jahren. Und unsere Jungs wissen es nun ebenfalls. Auch so etwas ist Teil des Lern- und Reifeprozesses. Wer die richtigen Schlüsse aus solchen Vorkommnissen zieht und diese dann im Cockpit umsetzt, hat die Chance, umso stärker zurückzukommen. Und genau das haben wir in Polen vor.“

Der vierte Lauf der FIA ERC3 Junior Championship findet vom 28. bis 30. Juni im Rahmen der Rally Poland rund um Mikolajki in Masuren wiederum auf Schotter statt.

 

Stand FIA ERC3 Junior nach 3 von 6 Läufen:

1. Llarena 83 Punkte. 2. Furuseth 64. 3. Francheschi 57. 4. Antunes 57. 5. Torn 39. 6. Rokland 32. 7. Lundberg 26. 8. Munster 23. 9. Wagner 18. 10. Cais 17.