Der nächste schnelle Schwede

Elias Lundberg tritt im ADAC Opel Rallye Cup 2018 in große Fußstapfen starker schwedischer Vorgänger. Und der junge Mann aus Sala machte schon bei seinem Cup-Debüt deutlich, dass er gewillt und fähig ist, sie auszufüllen.

Das war ihr Terrain: Lundberg/Arhusiander am ersten Tag der ADAC Saarland-Pfalz Rallye

Sie treten in große Fußstapfen: Elias Lundberg (l.) und Beifahrer David Arhusiander

Mit Emil Bergkvist begann 2014 eine Erfolgsserie starker Schweden im ADAC Opel Rallye Cup. Der junge Skandinavier fuhr den Rest des starken Feldes in seiner Debütsaison in Grund und Boden, wurde folgerichtig ins ADAC Opel Rallye Junior Team befördert und errang im seinem ersten Jahr im Werks-ADAM R2 prompt den Europameistertitel in der FIA ERC Junior. Bergkvists Einstand hatte gewissermaßen Signalwirkung: Pontus Ahman war der nächste schnelle Schwede, der im Cup einen Sieg und mehrere Podestplätze abräumte. 2017 tat es Tom Kristensson seinem Landsmann Bergkvist gleich, eroberte den Titel in Europas stärkstem Rallye-Markenpokal und bestreitet in dieser Saison im ADAC Opel Rallye Junior Team die FIA ERC Junior U27. Eine auffällige Gemeinsamkeit der schnellen Nordlichter: Alle drei Schweden holten ihre Erfolge im ADAC Opel Rallye Cup im Team Audex Motorsport aus Extertal.

Elias Lundberg tritt damit in wahrlich große Fußstapfen. Der 20-Jährige aus der Kleinstadt Sala, rund 120 Kilometer nordwestlich der schwedischen Hauptstadt Stockholm gelegen, verfolgt im ADAC Opel Rallye Cup ähnliche Ziele wie seine Vorgänger. Ziel Nummer 1: Das Fahren auf Asphalt erlernen respektive perfektionieren. Ziel Nummer 2: Rallyes und den gesamten Cup gewinnen. Ziel Nummer 3: Im ADAM R2 die europäische Nachwuchsszene aufmischen.

Beim ersten Kräftemessen mit der deutschen und internationalen Konkurrenz Anfang März bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye bewegten sich Lundberg und sein Beifahrer David Arhusiander noch auf relativ bekanntem Terrain. Schnee und Eis sind für einen Skandinavier schließlich nichts Ungewohntes. Prompt lagen Lundberg/Arhusiander am Ende der ersten Etappe am Freitagabend souverän in Führung des Cup-Klassements. Dass ihnen die estländische Paarung Karl-Martin Volver/Marten Madissoo aus der Mannschaft von Schmack Motorsport tags darauf den Laufsieg noch entriss, störte Lundberg nicht allzusehr: „Ich bin super zufrieden mit der guten Rallye und froh über die wertvollen Punkte. Ich muss gestehen, dass mir die geschlossene Schneedecke am Freitag mehr behagt hat als die wechselnden Bedingungen mit viel Schneematsch am Samstag. Bei diesem üblen Wetter sind wir alle irgendwie Gewinner …“

Das Wichtigste, was Elias von seinem Cup-Debüt rund um St. Wendel mit nach Hause nahm: „Jede Menge wertvoller Erfahrungen und einen fantastischen Eindruck vom ADAC Opel Rallye Cup. Der ADAM Cup ist ein richtig tolles Rallyeauto, der Cup hochprofessionell organisiert. Das Leistungsniveau im Teilnehmerfeld ist enorm hoch. Ich bin sicher, wir alle werden in diesem Jahr noch viel Spaß bekommen.“ Die nächste Gelegenheit zum Spaßhaben ­– diesmal auf dem für deutsche Verhältnisse typischeren Asphalt – ergibt sich für Lundberg, Arhusiander und die übrigen 21 Teams des ADAC Opel Rallye Cup am 25./26. Mai im Rahmen der AvD-Sachsen-Rallye rund um Zwickau.