„Ein Strahlen im Gesicht“

ADAC Opel Rallye Cup-Pilotin Melanie Schulz war zum zweiten Mal beim Race 4 Friends dabei und chauffierte in ihrem Opel ADAM Cup behinderte Menschen um den Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings.

Ein Tag voller starker Emotionen: Melanie Schulz mit einem "Fahrgast" in ihrem ADAM

Mit dem, was man am liebsten tut, anderen Menschen eine Freude zu bereiten, ist wohl eine Idealvorstellung für jeden Künstler, aber auch für die meisten Sportler. So wie für Rallyefahrerin Melanie Schulz, die bereits zum zweiten Mal am privat organisierten „Race 4 Friends“ auf dem Nürburgring teilnahm. Bei dieser Veranstaltung bekamen rund 800 geistig oder körperlich behinderte Menschen aus ganz Deutschland die Möglichkeit, eine Runde auf dem Beifahrersitz verschiedener Rennfahrzeuge zu erleben – darunter auch der Opel ADAM Cup von AVIA racing, mit dem Melanie Schulz 2014 ihre zweite Saison im ADAC Opel Rallye Cup bestritten hat.

„Wie viele Taxigäste ich an diesem Tag um den Grand-Prix-Kurs chauffiert habe, weiß ich gar nicht genau. Es müssten aber so um die fünfundzwanzig bis dreißig gewesen sein“, schätzt die 26-Jährige aus dem schwäbischen Drackenstein, die vor allem die starken Emotionen bewegte, die für die Behinderten mit diesem Erlebnis verbunden sind: „Die meisten freuen sich schon unbändig, bevor du überhaupt losfährst. Ab und zu muss man auch darauf reagieren, wenn jemand unsicher ist oder sogar Angst hat. Dann fährt man natürlich nicht volle Pulle. Aber alle stiegen mit einem strahlenden Gesicht aus dem ADAM, und genau dafür mache ich das so gerne. Das kann man gar nicht beschreiben.“

Für die Motorsportlerin bietet das „Race 4 Friends“ durchaus Anlass, um mal wieder die eigenen Prioritäten im Leben zurechtzurücken: „Ich bin dankbar, dass ich wieder dabei sein durfte. So ein Tag mit behinderten Menschen holt dich auf den Boden zurück. Danach sieht man manches, das einen vielleicht beschäftigt oder belastet hat, nicht mehr so eng. Es ist ein sehr schöner Anlass, aber auch kein ganz einfacher. Denn wenn du siehst, wie viel Freude diese Menschen zeigen, weißt du manchmal nicht, ob du mitlachen oder weinen möchtest.“