Erfolgreich auf Papas Spuren

Der Luxemburger Grégoire Munster feierte beim Saisonauftakt den ersten Podestplatz im ADAC Opel Rallye Cup. Und nun ist der 19-Jährige auf den Geschmack gekommen.

Grégoire Munster: Mit dem ersten Podestplatz häuften sich natürlich auch die Interview-Anfragen

Klassevorstellung auf Schnee und Eis: Munster/Jalet bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye

Grégoire Munster tritt im Rallyesport in große Fußstapfen. Vater Bernard feierte in seiner erfolgreichen Karriere unter anderem den Titel in der Belgischen Rallye-Meisterschaft 1995. Und wie so oft hat der Papa auch den Filius mit dem Bazillus infiziert. „Durch ihn habe ich den Sport intensiv verfolgt und bald beschlossen, in seine Fußstapfen treten zu wollen. 2016 hatte ich die Möglichkeit, zwei Rallyes als Beifahrer zu bestreiten. 2017 habe ich im ADAC Opel Rallye Cup meine erste Rallye-Saison bestritten und dabei viel gelernt. Nun möchte ich den nächsten Schritt tun“, lautete vor dem Saisonstart Grégoires Saisonziel.

Und der 19-Jährige aus Doncois, der zwar im belgischen Verviers geboren wurde, aber Pass und Rennlizenz Luxemburgs trägt, beließ es nicht bei gr0ßen Worten. Gleich beim Auftakt im Rahmen der ADAC Saarland-Pfalz Rallye feierte Munster bei schwierigsten äußeren Bedingungen neben den Gleichaltrigen Karl-Martin Volver und Elias Lundberg seinen ersten Podestplatz im ADAC Opel Rallye Cup. „Ich hatte wirklich das Gefühl, dass es an der Zeit dafür war. Dass es bei einer so schweren Rallye geklappt hat, macht das Gefühl umso schöner“, so Grégoire, der parallel auf einem Opel ADAM R2 auch die Belgische Rallye-Meisterschaft bestreitet und erneut mit dem Belgier Johan Jalet auf dem „heißen Sitz“ fährt. „Die erste Saison im Cup war ein reines Lernjahr für uns. Wir mussten uns gemeinsam zurechtfinden und die deutschen Rallyes kennenlernen. Es war eine fantastische Erfahrung, und nun werden Johan und ich alles daransetzen, den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu machen.“

Die nächste Gelegenheit hierzu erhalten Munster/Jalet am letzten Mai-Wochenende. Bei der AvD-Sachsen-Rallye warten zwar komplett schnee- und eisfreie, aber nicht minder tückische Asphaltprüfungen auf das luxemburgisch-belgische Duo und ihre 20 starken Mitbewerber. Im Vorjahr gab’s am Ende einen vergleichsweise enttäuschenden zwölften Rang. Umso motivierter geht Grégoire in die Hatz rund um Zwickau: „Wenn du einmal auf dem Podest warst, dann willst du da immer wieder hin …“