Munster bläst zur Attacke im ADAC Opel Rallye Cup

Der Kampf um den Gesamtsieg im ADAC Opel Rallye Cup 2018 spitzt sich zu. Grégoire Munster gewinnt den ersten Lauf bei der ADAC Rallye Deutschland. Tabellenführer Elias Lundberg büßt deutlich Boden auf den Luxemburger ein.

Feierte bei der ADAC Rallye Deutschland den zweiten Saisonsieg in Folge: Grégoire Munster

Mit seinem zweiten Saisonsieg hat der Luxemburger Grégoire Munster dem Titelkampf im ADAC Opel Rallye Cup 2018 zusätzliche Spannung verliehen. Beim fünften Wertungslauf des Jahres im Rahmen der ADAC Rallye Deutschland setzte sich der 19-jährige Sohn der belgischen Rallye-Legende Bernard Munster gemeinsam mit seinem Beifahrer Johan Jalet knapp vor den Esten Karl-Martin Volver/Marten Madissoo sowie dem belgischen Duo Romain Delhez und Gerome Bollette durch. Als Viertplatzierter behauptete sich der Schwede Elias Lundberg an der Spitze der Gesamtwertung. Allerdings büßte der zweimalige Saisonsieger genau die Hälfte seines bisherigen Vorsprungs ein und liegt in der Tabelle damit nur noch 20 Punkte vor Munster. Gesamtdritter ist Delhez mit bereits 64 Zählern Rückstand.

Wie Delhez handelte sich Lundberg durch einen Fahrfehler in der ersten Wertungsprüfung, der Super Special Stage am Donnerstagabend in St. Wendel, rund 10 Sekunden Rückstand auf die Spitze ein. Darüber hinaus verbog der Skandinavier am anderen Morgen die Hinterachse seines ADAM, sodass er und Beifahrer David Arhusiander beim Mittagsservice bereits 32 Sekunden auf Leader Munster aufwiesen. Mit der Bestzeit in WP5 sicherte sich Lundberg immerhin noch fünf wichtige Bonuspunkte. Denn weil insgesamt fünf Piloten (neben Lundberg, Munster, Delhez und Volver auch der Brite Frederic Field) je eine Wertungsprüfung für sich entschieden hatten und die Prüfungen 6 und 7 abgesagt werden mussten, erhielten auch alle fünf die Extrazähler für die meisten WP-Bestzeiten. Damit entfiel allerdings auch die Vergabe der fünf Bonuspunkte für den Gewinn der als „Power Stage“ nominierten WP7.

Sechste und einmal mehr beste Einheimische im Feld waren Nico Knacker und Co Enrico Flores-Trigo, die sich am Ende um lediglich eine Zehntelsekunde den Amerikanern Sean Johnston/Alex Kihurani geschlagen geben mussten. Max Schumann und Maresa Lade, Felix Griebel und Sascha Altekrüger sowie Tim Wacker und Chioma Monix komplettierten auf den Positionen 7, 8 und 9 ein geschlossen starkes „deutsches“ Ergebnis, während Daniel Popov/Angel Bashkehaiov ihr erstes Top-10-Resultat im ADAC Opel Rallye Cup einfuhren.

Sehr viel Pech hatten dagegen die Gastfahrer Christian Menzel/Natalie Solbach-Schmidt. Bei einsetzendem Regen rutschte der erfahrene Rundstreckenpilot in der zweiten Wertungsprüfung so unglücklich von der Piste, dass die Bergung sich als äußerst langwierig erwies. Da der so gut wie unbeschädigte ADAM Cup erst nach Ablauf der 15-minütigen Karenzzeit am Prüfungsziel eintraf, wurde er reglementgemäß aus der Wertung genommen. „Schade, wir wären natürlich gerne weitergefahren. Aber dennoch hat mir mein Rallye-Abenteuer unglaublich viel Spaß gemacht. Und so möchte ich das eigentlich auch nicht stehen lassen …“, erklärte Menzel.

Schon morgen (Samstag) früh beginnt für die Nachwuchstalente des ADAC Opel Rallye Cup der sechste von acht Wertungsläufen. Bis Sonntagmittag stehen im Rahmen des deutschen Gastspiels zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft insgesamt zehn Wertungsprüfungen über 193,23 Kilometer, darunter zweimal die berühmt-berüchtigte „WP Panzerplatte“, auf dem Programm. Rallye-Fans finden auf www-opel-motorsport.com und www-adac-motorsport.de ein Live-Timing.

 

Punktestand ADAC Opel Rallye Cup (nach 5 von 8 Läufen):

1. Lundberg 192. 2. Munster 172. 3. Delhez 128. 4. Volver 115. 5. Knacker 94. 6. Schumann 74. 7. Griebel 58. 8. Field 57. 9. Havlat 54. 10. Wacker 49. 11. Johnston 46. 12. Kerkhove 46.