Zwei Podestplätze für Opel in Ypern

Opel-Werkspilot Christopher Ingram glitt der greifbar nahe Sieg bei der Ypern-Rallye in Belgien zwar kurz vor dem Ziel aus den Händen, dennoch standen am Ende zwei ADAM R2-Besatzungen auf dem Podest.

Bekanntermaßen ein Freund großer Sprünge: Chris Ingram im Werks-ADAM R2

Der Opel ADAM R2 hat bei der Ypern-Rallye in Belgien einmal mehr für Furore gesorgt. Obwohl in dieser Saison nicht mehr zur Rallye-Europameisterschaft zählend, erfreute sich die Traditionsveranstaltung in Westflandern abermals enormen Zuspruchs seitens Teilnehmern und Zuschauern. Und es hätte nicht viel gefehlt und Opel hätte wie im Vorjahr einen Dreifachsieg in der RC4-Kategorie für R2-Fahrzeuge feiern können.

Bis zur 17. Wertungsprüfung (WP) lagen der 22-jährige Engländer Chris Ingram und sein gleichaltriger Beifahrer Elliott Edmondson im Werks-ADAM R2 des Opel Rallye Junior Teams an der Spitze des imposanten, 31 R2-Autos umfassenden RC4-Klassements. Und das, obwohl der Opel-Werkspilot einmal wegen eines vor ihm verunfallten Fahrzeugs stoppen und einmal einen Abstecher durch ein Feld nehmen musste. „Beides kostete rund 26 Sekunden, womit unser Vorsprung auf knapp neun Sekunden zusammenschmolz“, rechnete Ingram vor.

Doch in der drittletzten Prüfung (WP18) endete die starke Fahrt der Briten abrupt neben der Piste. „Mein Fehler“, ärgerte sich der derzeit Führende in der Junior-Europameisterschaft (FIA ERC Junior U27). „Dennoch war es eine fantastische Erfahrung, in diesem starken Feld und vor der einmal mehr traumhaften Kulisse zu fahren. Wir konnten beweisen, dass wir den Einheimischen und den schnellen Junioren aus der Britischen Meisterschaft Paroli bieten können. Nun werden wir uns auf den Rest der Junior-EM konzentrieren. Vielen Dank an Network Q und meine großartige Opel-Mannschaft, die mir den Start in Ypern ermöglicht haben!“

Trotz des Ausfalls von Ingram/Edmondson durften sich die Opel-Fans über zwei Podestplätze freuen. Hinter dem belgischen Routinier Grégoire de Mévius belegten der Niederländer Timo van der Marel und seine aus Australien stammende Ehefrau Rebecca im ADAM R2 des niederländischen Importeurs den zweiten Rang und ließen ihre drittplatzierten Markenkollegen Callum Devine/Keith Moriarty aus Großbritannien um mehr als eine Minute hinter sich.