Historie.

Nach einer erfolgreichen Rallye-Ära, die mit dem Gewinn des WM-Titels 1982 durch Walter Röhrl auf dem Ascona 400 einen echten Meilenstein beinhaltete, konzentrierte sich Opel Ende der 1980er-Jahre wieder auf den Rundstreckensport. Sowohl der Kadett GSi 16V als auch der legendäre Omega 3000 24V avancierten zwischen 1989 und 1992 zu wahren Publikumslieblingen in der DTM (Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft), die größten Erfolge aber fuhr der Rüsselsheimer Hersteller mit dem Calibra V6 4x4 ein. 1994 gelang Manuel Reuter in dem rund 500 PS starken Allradler im englischen Donington Park der erste Sieg. Nach einer durchwachsenen Saison 1995 gab Klaus Ludwig mit zwei Laufsiegen beim Finale in Hockenheim einen deutlichen Vorgeschmack auf das, was im Jahr darauf folgen sollte.

1996 war der High-Tech-Calibra das Maß der Dinge in der DTM-Nachfolgeserie ITC (International Touring Car Championship), die damals den Status einer inoffiziellen Tourenwagen-WM innehatte. Neun Siege, 17 weitere Podestplätze, die Markenwertung für Opel und der Fahrertitel für Manuel Reuter machten die zweite (und zugleich letzte) ITC-Saison zur souveränen Opel-Veranstaltung. Nach dem Aus der spektakulären Klasse-1-Tourenwagen startet Opel ab 1997 mit dem Zweiliter-Vectra in der Supertourenwagen-Meisterschaft STW. 1998 errang man die Markenmeisterschaft, 1999 mit Uwe Alzen den Vize-Fahrertitel.

Als einer der Wegbereiter der „neuen“ DTM mit revolutionärem Reglement, größerer Chancengleichheit und effizienterer Kostenstruktur gewann Opel im Jahre 2000 mit dem Astra V8 Coupé acht Rennen und feierte mit Manuel Reuter den Vizemeistertitel. Auch auf der Langstrecke bewährte sich der heckgetriebene, rund 450 PS starke Bolide. In der Besetzung Manuel Reuter/Marcel Tiemann/Timo Scheider/Volker Strycek gewann Opel 2003 das legendäre 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.

Die Nordschleife, vom großen Sir Jackie Stewart einst ehrfürchtig „Grüne Hölle“ getauft, ist so etwas wie das Wohnzimmer von Opel Motorsport. Hier werden alle OPC-Modelle auf Herz und Nieren getestet; in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, die ausschließlich auf der Nordschleife ausgetragen wird, feierte Opel vier Meistertitel und ist nach Klassensiegen der zweiterfolgreichste Hersteller in der Geschichte der bedeutendsten Breitensport-Rennserie der Welt.

Kein Wunder, dass Opel für die Rückkehr in den Motorsport 2013 mit dem Astra OPC Cup auch einen Markenpokal innerhalb der VLN installierte. Neben den Rallye-Aktivitäten in ADAC Opel Rallye Cup und ADAC Opel Rallye Junior Team entwickelte sich der Opel-Markenpokal mit den rund 320 PS starken Astra OPC zu einem elementaren Bestandteil der VLN, der Teilnehmer und Fans gleichermaßen mit packendem Sport und seriennaher, aber faszinierender Technik begeisterte.

2016 schließt sich ein Kreis. Mit dem Opel Astra TCR stellt sich die Marke mit dem Blitz in der prosperierenden TCR-Rennserie härtestem Wettbewerb mit den direkten Marktkonkurrenten. Und natürlich ist der auf dem Astra K basierende Kundensport-Tourenwagen mit dem rund 330 PS starken 2-Liter-Turbomotor auch voll langstreckentauglich – und damit bei den 24 Stunden Nürburgring einsetzbar.