Kissling-Astra gewinnt beim Langstrecken-Klassiker

Hannu Luostarinen, Tim Schrick, Volker Strycek und Peter Wyss holen beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring den Sieg in der Klasse der Opel Astra OPC Cup-Fahrzeuge.

Starker Auftritt: Die dmsj-Junioren Wohlfart, Marsani, Strycek und Busch mit Stefan und Helmut Kissling

Es gehört zu härtesten und anspruchsvollsten Rennen der Welt: Das 42. ADAC Zurich 24h-Rennen ist die ultimative Herausforderung für Mensch und Auto. Dem extremen Belastungstest haben sich am Nürburgring auch neun Opel Astra OPC Cup gestellt – und ihn gemeistert. Alle Cup-Renner aus Rüsselsheim kamen in Wertung ins Ziel. Den Klassensieg nach 24 Stunden sicherten sich Tim Schrick (München), Hannu Luostarinen (Adenau), Volker Strycek (Dehrn) und Peter Wyss (Schweiz). In souveräner Manier beendete das Quartett, das für Kissling Motorsport am Start war, die Hatz zwei Mal rund um die Uhr. Dabei legten sie eine Distanz von 137 Runden auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Grand-Prix-Kurs und Nordschleife zurück – das entspricht einer Gesamtdistanz von 3476,786 Kilometern. Im Gesamtklassement belegte der Kissling-Astra mit der Startnummer 250 den hervorragenden 37. Rang.

„Das Geheimnis unseres Erfolgs ist schnell erklärt“, sagt Schrick. „Unser Astra lief über die komplette Distanz wie ein Schweizer Uhrwerk, und wir Fahrer haben uns aus allen Rangeleien herausgehalten. Hannu, Volker, Peter und ich waren ein sehr homogenes Team. Keiner von uns muss dem anderen etwas beweisen. Der große Vorsprung auf unsere Mitstreiter in der Klasse erklärt sich vor allem durch kleinere Rangeleien oder anderweitige Probleme. Die haben wir uns gespart.“

Im Ziel betrug der Vorsprung auf den zweitplatzierten Opel Astra OPC Cup mit Mario Merten (Kelberg), Jürgen Nett (Mayen) Daniela Schmid (München) und Marc Legel (Dehrn) vom Team Bonk-Motorsport fünf Runden. Diese setzten sich in einer spannenden Schlussphase mit einem Vorsprung von 1:30,713 Minuten gegen das dmsj Youngster-Racing-Team durch. Robin Strycek (Runkel), Christoph Wohlfart (Heppenheim), Sandro Marsani (Hattingen) und Dominik Busch (Trendleburg) feierten mit Platz drei eine sehr erfolgreiche Premiere beim Langstreckenklassiker auf dem Nürburgring. „Bis auf einen kleinen Zwischenfall am Sonntagmorgen lief unser Auto einwandfrei“, sagte Marsani. „Wir haben es in der Schlussphase ruhig angehen lassen, um nichts zu riskieren.“ Seinem Teamgefährten Strycek werden vor allem die Nachtstunden positiv in Erinnerung bleiben: „Es war ein tolles Erlebnis, in die Dunkelheit hineinzufahren. Als die Sonne untergegangen war, ließ sofort der Grip nach, und ich musste meinen Fahrstil anpassen.“ Mit Busch war es übrigens auch einer der dmsj-Youngster, dem in 9:41,285 Minuten die schnellste Rennrunde im Feld der Astra OPC Cup-Fahrzeuge gelang.

Wie dicht Freud und Leid beim 24h-Rennen zusammenliegen, musste die Mannschaft mit der Startnummer 253 erfahren: Bis kurz nach Mitternacht kämpften Maximilian Hackländer (Rüthen), Christian Gebhardt (Stuttgart), Daniel Bohr (Luxemburg) und Pierre Humbert (Laufen am Neckar) in der Spitzengruppe mit. Ein Wechsel des Turboladers warf den Astra zurück. 

Auch der kultige Opel Manta hat beim 24h-Rennen am Nürburgring die Zielflagge gesehen. Olaf Beckmann (Oststeinbek), Peter Hass (Lorsbach), Jürgen Schulten (Hamminkeln) und Volker Strycek brachten den Publikumsliebling nach 126 Runden auf Platz 76 ins Ziel. Bereits in der Nacht durfte gefeiert werden: Um 4:57 Uhr wurde die 1000. Rennrunde seit dem ersten Einsatz 1998 bei einem 24h-Rennen beendet.

Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott war mit dem Auftritt seiner Mannschaften hoch zufrieden: „Der Astra OPC Cup hat einmal mehr seine Qualitäten als Langstreckensportler bewiesen. Wir haben alle Fahrzeuge in Wertung ins Ziel gebracht, was bei einem solch harten Rennen alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Und von den Rundenzeiten her haben wir uns mit unserem seriennahen Fahrzeug im Bereich von deutlich stärker modifizierten Wettbewerbern bewegt. Der 37. Rang in der Gesamtwertung ist eine sehr respektable Leistung, die zeigt, dass Seriennähe und vergleichsweise niedrige Kosten mit beeindruckender Performance vereinbar sind.“

Bereits in zwei Wochen geht es für die Cup-Piloten zurück auf den Nürburgring und die legendäre Nordschleife. Beim 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am 5. Juli geht es im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring dann wieder um Punkte und Positionen für die Wertung im Opel Astra OPC Cup.