Freud und Leid für die Astra TCR-Teams

Beim TCR Race Festival in Oschersleben feierte der Slowake Mat’o Homola einen weiteren Podestplatz für den Opel Astra TCR in der TCR International Series. Wenige Rennglück war unterdessen den Lubner-Piloten in der ADAC TCR Germany beschieden.

Nur drei Kurven fehlten zum Sieg: Mat'o Homola im Astra TCR von DG Sport Compétition

Mit einem weiteren Podestplatz hat der Opel Astra TCR beim TCR Race Festival in Oschersleben sein Potenzial als leistungsfähiger Kundensport-Tourenwagen unter Beweis gestellt. Der junge Slowake Mat’o Homola fuhr den rund 350 PS starken Astra TCR des belgischen Teams DG Sport Compétition im zweiten Wertungslauf der weltweit ausgetragenen TCR International Series auf den zweiten Rang.

Vom zehnten Startplatz aus in den ersten Heat gegangen, arbeitete sich Homola bis ins Ziel auf den siebten Rang nach vorne. Weil die Startreihenfolge der ersten Zehn im zweiten Lauf reglementgemäß umgedreht wird (Reverse Grid), durfte der Opel-Pilot im zweiten Durchgang von der Pole Position aus starten und hielt die Spitze bis drei Kurven vor der Zielflagge, als sich ein Konkurrent mit einem konsequenten, aber fairen Manöver am Rennfahrer aus Bratislava vorbeipresste. „Schade, ich hätte zu gerne den ersten Sieg für den Astra TCR in der TCR International Series nach Hause gebracht. Aber ich muss zugeben – Gianni Morbidelli hat mit all seiner Erfahrung eine starke Attacke geritten“, kommentierte Homola fair. „Auf der anderen Seite haben wir auf einer Strecke, die eher nicht auf die Stärken des Astra TCR zugeschnitten ist, eine weitere Steigerung an den Tag gelegt.“

Teamkollege Grégoire Demoustier belegte auf dem 3,7 Kilometer langen Kurs in der Magdeburger Börde die Positionen 11 und 12. Für den jungen Franzosen war es vorläufig der letzte Einsatz im Astra TCR von DG Sport. „Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, der Rallyecross-Weltmeisterschaft den Vorzug zu geben. Der französische RX-WM-Lauf in Lohéac kollidiert mit dem Rennwochenende der TCR International Series in Thailand. Ich danke DG Sport und Opel für die tolle Gelegenheit, den Astra TCR auf diesem hohen Niveau zu fahren.“

Weniger Wettbewerbsglück war derweil dem Team Lubner Motorsport in der bei derselben Veranstaltung startenden ADAC TCR Germany beschieden. Der Bochumer Dino Calcum, vier Wochen zuvor auf dem Red Bull Ring noch starker Dritter, ging nach einem nicht optimal verlaufenen Qualifying von Rang 13 aus in den ersten Rennlauf. Im Startgetümmel verlor der Astra-Pilot direkt einige Positionen, arbeitete sich in der Folge zwar beherzt nach vorne, musste sich am Ende aber mit dem 15. Platz begnügen. Im zweiten Rennen tags darauf stieß Calcum zunächst bis auf Platz 7 nach vorne, verlor dann aber wieder einige Positionen und sah die Zielflagge als 14.

Viel Pech hatte Teamkollegin Jasmin Preisig. Nach verkorkstem Zeittraining nur aus der 16. Startreihe losgefahren, wurde die junge Schweizerin im ersten Lauf in diverse Scharmützel verwickelt und musste den Astra TCR kurz vor Schluss mit einem Problem an der Kraftübertragung abstellen. Im zweiten Rennen hatte sich die Appenzellerin bereits bis in die Top-25 vorgearbeitet, als sie während einer Safety-Car-Phase von einem Konkurrenten abgeschossen wurde.

„Das war nicht unser Wochenende“, resümierte Teamchef Mirko Lubner. „Von den Rundenzeiten her wäre hier mehr drin gewesen. Unser Rennspeed war deutlich besser als die Ergebnisse. Aber ohne die nötige Portion Rennglück geht es bei dieser enormen Leistungsdichte eben auch nicht. Nun gilt es, das Wochenende abzuhaken und perfekt vorbereitet ins nächste Rennen in zehn Tagen in Zandvoort zu gehen.“ Beim Rennwochenende auf dem niederländischen Dünenkurs am 22./23. Juli geht die ADAC TCR Germany wieder im Rahmen des ADAC GT Masters an den Start.