Heimsieg für den Astra TCR beim Finale

Der Österreicher Harald Proczyk fuhr beim Saisonfinale der ADAC TCR Germany in Hockenheim im Opel Astra TCR von Lubner Motorsport den ersten Sieg für den Kundensport-Tourenwagen in der deutschen TCR-Serie ein.

Alles unter Kontrolle: Harald Proczyk fährt im Astra TCR von Lubner Motorsport zum Sieg in Hockenheim

Der Opel Astra TCR hat beim Saisonfinale in Hockenheim den ersten Sieg in der ADAC TCR Germany eingefahren. Der Österreicher Harald Proczyk steuerte seinen rund 350 PS starken Kundensport-Tourenwagen aus Rüsselsheim im ersten Lauf des Rennwochenendes auf der 4,5 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke von der Pole Position aus souverän zum Sieg. Der 41-jährige Wahl-Schweizer hatte die bisherige Saison in der ADAC TCR Germany auf einem anderen Fabrikat bestritten, bevor er zum Saisonfinale auf den Opel wechselte. Betreut wurde der unter der Bewerbung von Proczyks eigenem Team HP Racing laufende Astra TCR von der erfahrenen Mannschaft von Lubner Motorsport.

Leider verlief der zweite Durchgang am Sonntagnachmittag für Proczyk bei weitem nicht so erfolgreich: Gemäß „Reverse Grid“-Reglement vom zehnten Startplatz aus ins Rennen gegangen, hatte sich der Vortagssieger rasch bis auf den sechsten Rang nach vorne gearbeitet, als er von einem etwas übermotiviert zu Werke gehenden Mitbewerber aufs Korn genommen wurde. Wenig später musste Proczyk seinen Tourenwagen ganz abstellen. Weil das Rennen kurz darauf abgebrochen werden musste und in solch einem Fall die letzte volle Runde vor der Roten Flagge zählt, wurde Proczyk noch als Elfter gewertet.

„Der Astra TCR hat enorm viel Potenzial“, konstatierte der gebürtige Steirer. „Ich war mir nicht ganz sicher gewesen, ob wir die starke Performance aus dem Qualifying über die Renndistanz würden halten können. Aber das Auto war in den Rennen nicht nur schnell, sondern auch sehr konstant. Im ersten Lauf konnte ich mich nach dem Start direkt absetzen und das Rennen kontrollieren. Am Sonntag hielt ich mich am Start bewusst zurück, um nicht in eine Kollision verwickelt zu werden. Danach ging es nur noch nach vorne. Eine Top-5-Platzierung wäre allemal wieder drin gewesen.“

Riesenpech hatte dagegen Jasmin Preisig im zweiten Astra TCR von Lubner Motorsport. Die 25-jährige Schweizerin war im ersten Durchgang vom 22. Startplatz aus klar auf dem Vormarsch, als sie nach einem überharten Manöver eines Konkurrenten heftig in der Begrenzungsmauer einschlug. Nach einer ersten Untersuchung im Medical Center wurde Preisig ins Krankenhaus nach Ludwigshafen transportiert, wo die behandelnden Ärzte glücklicher Weise keine Verletzungen diagnostizierten. Nach einer Nacht unter Beobachtung durfte die Appenzellerin das Spital am Sonntag wieder verlassen. Ihr Astra TCR wurde beim Einschlag allerdings schwer beschädigt.