Zwei Astra TCR für Down Under!

Das renommierte australische Rennteam Kelly Racing bringt 2019 zwei Opel Astra TCR in der neuen TCR Australia an den Start. Eine anspruchsvolle Aufgabe nicht zuletzt für Lubner Motorsport, die für Logistik und Support rund um den Rüsselsheimer Kundensport-Tourenwagen verantwortlich zeichnen.

Strammes Programm: Neben dem Australien-Abenteuer steht für Lubner auch die ADAC TCR Germany im Fokus

Nicht erst seit dem Titelgewinn in der ADAC TCR Germany 2018 durch den Österreicher Harald Proczyk hat der Opel Astra TCR seinen Nimbus als schnelles, für versierte Privatteams gut einsetzbares Kundensport-Rennfahrzeug untermauert. Der ausgezeichnete Ruf des rund 350 PS starken Tourenwagens hat sogar den Fünften Kontinent erreicht, wo in dieser Saison die TCR Australia als mittlerweile 17. nationale TCR-Rennserie (!) ihre Premiere feiert. Die Kontaktaufnahme durch TCR Australia-Serienchef Matt Braid bei Lubner Motorsport, die für Logistik und Kundensupport rund um den Astra TCR verantwortlich zeichnen, stieß auf fruchtbaren Boden.

Das Ergebnis: In den nächsten Tagen treten zwei Opel Astra TCR samt üppigem Ersatzteilpaket die lange Reise vom Lubner-Stammsitz im thüringischen Georgenthal nach Australien an – per Luftfracht übrigens, denn für einen Transport auf dem weniger als 30 Prozent so teuren Seeweg fehlt die Zeit. Vom 17. bis 19. Mai feiert die TCR Australia im Sydney Motorsports Park in Eastern Creek ihre Premiere. Eingesetzt werden die beiden Rüsselsheimer Renntourenwagen vom renommierten australischen Rennteam Kelly Racing aus Braeside im Bundesstaat Victoria. Die Piloten werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Dass die Lichter in den Hallen von Lubner Motorsport derzeit kaum ausgehen, daraus macht Teamchef Mirko Lubner, der den Laden gemeinsam mit seiner Gattin und Firmenchefin Anja schmeißt, keinen Hehl: „Seitdem mich Matt Braid vor fünf Wochen erstmals kontaktiert und er daraufhin von mir ein Konzept erhalten hat, geht es hier richtig rund. Beide Fahrzeuge, ein brandneues und ein fast neues, stehen in diesen Tagen auf dem Prüfstand und erhalten die 2019er-BoP („Balance of Performance“). Parallel stellen wir ein sehr umfangreiches Ersatzteilpaket zusammen, das mit den Autos nach Australien verschickt wird.“

Der Support seitens Lubner Motorsport respektive Vmax Performance, die für Motor, Turbo und Software zuständig sind, über eine Distanz von 16.000 Kilometern wird kein Pappenstiel, wie Mirko Lubner sehr genau weiß: „Wir werden so bald wie möglich rüberfliegen, um das Team mit dem Fahrzeug vertraut zu machen. Beim ersten Rennen können wir leider nicht vor Ort sein, weil parallel die ADAC TCR Germany in Most fährt. Generell denke ich, dass der Support über so eine große Distanz nicht einfach, aber machbar ist. Die Technik des Astra TCR funktioniert ja sehr zuverlässig, und andere Hersteller handhaben das ähnlich wie wir. Und falls doch mal etwas sein sollte, gehen ja täglich Flieger nach Australien …“

Der Markt auf dem Fünften Kontinent bietet für die Zukunft großes Potenzial – für die Saison 2020 ist eine TCR-Serie in Neuseeland geplant. Zunächst einmal ist Lubner Motorsport aber mit dem Einsatz ihres eigenen Astra TCR in der ADAC TCR Germany – Pilot wird der junge Fellbacher Jan Seyffert sein – sowie der Unterstützung für die bereits in Kundenhand befindlichen Fahrzeuge voll und ganz ausgelastet. „26 Stunden am Tag“, grinst Mirko Lubner. „Aber der Stress der letzten Wochen hat sich absolut gelohnt!“