Zwei Siege für Opel in Oschersleben

Der Österreicher Harald Proczyk gewann im Opel Astra TCR von Kissling Motorsport den ersten Lauf beim Auftakt der ADAC TCR Germany in Oschersleben. Sein junger Teamkollege Luke Wankmüller sicherte sich die Rookie-Wertung.

Souveräne Vorstellung: Harald Proczyk hielt im Astra TCR allen Angriffen stand

Doppelte Freude für das HP-Team: Proczyk (3.v.l.) und Wankmüller (ganz rechts)

Nachdem er schon beim letztjährigen Saisonfinale in Hockenheim den ersten Opel-Sieg in der deutschen TCR-Rennserie eingefahren hatte, setzte sich Harald Proczyk auch beim diesjährigen Saisonauftakt blendend in Szene. Obwohl der Astra TCR nach einer Anpassung der Balance of Performance (BoP) gegenüber den Testfahrten im März an selber Stelle einiges an Motorleistung eingebüßt hatte, stellte der Österreicher den von Kissling Motorsport entwickelten und betreuten Kundensport-Rennwagen von Opel auf den vierten Startplatz.

Nach einem sehr guten Start aus der zweiten Reihe profitierte Proczyk von einer Keilerei der beiden Erstplatzierten in der ersten Kurvenkombination, schob sich an die zweite Position und übernahm die Führung, als Leader Mike Halder für sein Vergehen nach dem Start eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt bekam. In der Folge wehrte Proczyk alle Angriffe seiner Verfolger ab und brachte den Opel Astra TCR letztlich souverän als Erster ins Ziel.

„Ich freue mich natürlich riesig über diesen Sieg, der ich nach der BoP-Anpassung so nicht erwartet hätte“, gestand der 42-jährige Steirer. „Natürlich hatten wir Glück, dass sich Halder die Strafe eingehandelt hat. Und Langeveld hinter mir hat zwar zeitweise Druck gemacht, dabei aber die Vorderreifen zu stark strapaziert. Und auf dieser Strecke ist Überholen so schwer, dass  es mir nicht übertrieben schwerfiel, die Führung zu verteidigen. Zumal das Auto sehr gut war.“

Dies unterstrich auch die fabelhafte Leistung von Luke Wankmüller. Der erst 16-jährige Teamkollege Proczyks im Team HP Racing glänzte bereits im Qualifying mit dem fünften Platz, den er im Rennen in einen ebenso glänzenden sechsten Schlussrang ummünzte. Damit gewann der junge Mann aus Straubenhardt in Baden-Württemberg auch die Rookie-Wertung.

Pech hatte dagegen die Schweizerin Jasmin Preisig (25, Schwellbrunn), die im Astra TCR von Steibel Motorsport den Einzug ins zweite Qualifying der besten Zwölf nur hauchdünn verpasste, im Rennen aber nach einem Blitzstart von einem Konkurrenten ins Kiesbett bugsiert wurde und am Ende über den 17. Rang nicht mehr hinauskam.